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Piercing in der Geschichte
Piercing ist nicht etwa eine Erfindung der heutigen Zeit, sondern hat eine jahrtausend Jahre alte Geschichte. Allerdings wurden Piercings nicht unbedingt nur als Schmuck verwendet. Die Römer zum Beispiel piercten ihre Sklaven, um sie zu kennzeichnen oder um unerwünschten Geschlechtsverkehr zwischen den Sklaven zu vermeiden. Vor allem weibliche Sklaven wurden mit Piercings so zu sagen zugenäht, da die Herrscher, wenn sie eine Sklavin zu sich holten, vermeiden wollten, dass ein Sklave vorher mit ihr geschlafen haben könnte. Männlichen Sklaven wurde aus dem gleichen Grund die Vorhaut mittels eines Piercings zusammen gehalten. Abgesehen von dieser eher unschönen Variante des Piercings gab es das Piercing in der Geschichte dennoch auch als Körperschmuck.
Von afrikanischen Stämmen kennt man Nasen-, Lippen,- Zungen- und Ohrpeircings, deren Tradition schon uralt ist. Auch hier wurde und wird noch zum Teil heute, das Piercing als Stammeszugehörigkeitsmerkmal benutzt, der mehrere Funktionen beinhaltete. Zum einen war das Piercing hier eine Verschönerung des Körpers, die aber gleichzeitig etwas über den Mut des Trägers aussagte. Da hier nicht mit den gleichen hygienischen Methoden und schmerzstillenden Mitteln gearbeitet wurde, also das Setzen und Tragen eines Piercings einiges mehr an Courage voraussetzte, bewies ein Mensch umso mehr Mut je mehr Piercings er trug. Somit war er würdig, einem Stamm anzugehören. Aber auch in der Geschichte Europas findet sich die Mode des Piercing. Ein besonderes Beispiel ist das Intimpiercing von Albert von Coburg, dem Ehemann der englischen Königin Viktoria. Er hatte einen Ring am Penis befestigt. Ob er damit sich selbst oder ihr zu höherem Genuss verhelfen wollte, ist allerdings nicht überliefert. |
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